Heute sind wir sechs Stunden gefahren ins Landesinnere. Das Landschaftsbild hat sich nun verändert. Von der Grossstadt L.A. zu San Diego war der Unterschied noch nicht ganz so gross. Es gab keine Hochhäuser mehr, die sechsspurige Autobahn wurde vierspurig und auch sonst wurde alles etwas kleiner, wobei kleiner für amerikanische Verhältnisse bei uns wäre es immer noch eine Grossstadt. Heute zeigte sich die USA von seiner anderen Seite. Die Autostrasse wurde zweispurig, die Häuser wurden immer weniger und eine weite Wüste tat sich auf. In L.A. hatten die Menschen die Natur verändert und alles bebaut, hier herrschte aber die Natur. Nur vereinzelt waren Häuser zu sehen. Doch diese sahen aus wie in einem Western Film, verlassen, alt und verrostet. Keine Ahnung ob dort noch Menschen wohnen. Es gab nur wenige Siedlungen auf unserer Strecke, doch wir fragten uns von was diese Menschen wohl leben, so ganz abgeschottet von der Zivilisation. Ich genoss die Landschaft sehr. Zu Beginn war die Landschaft nur mit Büschen und Hügeln gezeichnet, dann wechselte es zu Hügeln mit riesigen Steinen. Das war sehr eindrücklich so etwas habe ich noch nie gesehen. Anschliessend bestand die Landschaft nur noch aus Sand und kleinen Büschen und zum Schluss kamen wieder Hügeln mit grossflächigen Kakteenlandschaften.
Trotz der zum Teil etwas langweiligen Fahrt (vor allem für Florian) gab es zwei Aufregungen. Die erste erlebten wir an einem Wachposten der Polizei. Wir wurden angehalten und er befragte uns was wir machen wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Anschliessend mussten wir uns alle ausweisen und nach einem strengen Kontrollblick lies er uns weiterfahren. Wir vermuteten dass sie auf der Suche nach einem Flüchtling sind weil sie ein paar Autos noch genauer durchsuchten und nicht weit von dem Posten ein Gefängnis ist. uuuuuhhh wie aufregend.... ich weiss aber nach so langer Fahrt durch die karge Landschaft ist das schon sehr aufregend. Die nächste Aufregung kam durch eine Radiodurchsage. Plötzlich piepte es drei Mal lange und dann kamen Sturmdurchsagen. In Phoenix und Umgebung wird es heute Nacht und bis zum Wochenende Stürme geben und Regenwahrscheinlichkeit sei nicht ausgeschlossen. Die Stürme können sehr stark werden und man sollte Ausflüge vermeiden. Wir haben aber in genau diesen Tagen die Ausflüge zu dem Grand Canyon, Bryce Canyon und Monument Valley geplant. Das heisst diese Ausflüge können noch sehr viel mehr abenteuerlich werden. Ich hoffe aber trotzdem dass der Regen ausbleibt und sich das Wetter doch noch bessert. Gegen tiefere Temperaturen habe ich nichts, denn im Moment ist es richtig heiss. Falls ich gestern gesagt habe es sei heiss, vergesst das, denn gestern war es noch angenehm lauwarm im Vergleich zu heute. Zum Glück geht immer ein Wind so ist es noch erträglich. Wir sind alle sehr gespannt was uns die nächsten Tage bringen werden und hoffen wir dürfen viel erleben und es geniessen.
Hier einige Bilder, leider fast nur aus dem Auto aufgenommen daher die schlechte Qualität:
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